Feliks Envy Kopfhörer-Verstärker
7.599,00 CHF / Stück
| Garantie: | 2 Jahre Garantie |
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| Showroom: | Uster |
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16. Februar 2026 08:41
Mehr als ich suchte ...
Anfänglich hatte ich meinen Kopfhörertraum, den Hifiman Susvara von einem Auralic Taurus Verstärker (Transistor-Bauart, ca 2000 CHF) betreiben lassen. Je länge je mehr realisierte ich in den höchsten Frequenzbereichen eine leichte Härte, die ich immer klarer “zum Verschwinden” bringen wollte. So kam es zur Hörsitzung bei Stereotec, und die dauerte nicht sehr lange, denn es war auf Anhieb klar, der Feliks Euforia (den ich mir zuerst ‘anhörte’) löste feiner auf - weg war jede Härte. Daneben war aber auch der Envy bereit, angehört zu werden. Als Test-Aufnahme hatte ich aus dem ganzen Spektrum der klass. Musik auch Gardiners ‘Te Deum’ aus den “Quattro Pezzi Sacri” dabei. Aus allen bisherigen Erfahrungen und Vergleichstests mit dieser Aufnahme war ich ziemlich sicher, dass der extreme dynamische Quantensprung beim ersten Tutti-Einsatz nicht sauber aufgezeichnet werden konnte, denn da war an der gewaltigsten Stelle immer eine letzte Pauschalisierung weil unaufgelöste Rest-Kompaktheit im Klang, der dann nur noch laut wirkte. Doch weit gefehlt: Der Envy löste auch diese Wucht unglaublich auf, man hörte schlicht jedes fein ziselierte Fitzelchen, und das in einer ungewohnten Feinheit, ja Zartheit. Ich war baff. Ähnlich eine andere Aufnahme die ich bisher als ‘teilweise problematisch/fehlerhaft’ erlebte (Mussorgski’s “Bilder einer Ausstellung” mit Ivo Pogorelich) kommt herrlich sauber und ohne Schwächen rüber, weil es der Envy eben schafft, null-komma-plötzlich Riesen-Energien bereit zu stellen und so auch gefürchtete harte Klavieranschläge sauber und mühelos wiederzugeben. Musik ab einer sehr vertrauten CD, die ich aber so noch nie gehört hatte. Dazu: Egal was ich mir anhörte - die Musik schien frei aufgelöst im Raum zu atmen - da war keine Enge, die Musik schien von freiem Raum umgeben. Jaaa! Das wars was ich suchte. Heute, nach gut 2 Jahren staune ich immer noch, wie er diese beiden Eigenschaften meistert: Einerseits diese unglaublich feinst-differenzierte Darstellung über alle Lautstärken, andererseits dieser ‘Raum’ in welchem er die Musik atmen lässt. Und dies mit unglaublicher Ausgewogenheit über das ganze Frequenzspektrum. Von der empfundenen Frage “… habe ich da nicht eben schon was gehört … ?” bis hin zur endlos wirkenden Kraft - und ich meine wirklich ‘Kraft’, nicht bloss ‘Lautheit’. Der Envy macht hörbar was wirklich in den jeweiligen Aufnahmen steckt. Nämlich mehr als was ich bisher je über Verstärker in Transistor-Bauart zu hören gewohnt war. Damit ist allerdings auch klar, dass er Schwächen einer Aufnahme nur beschränkt zu mildern vermag. Zuweilen stellt er sie auch klarer dar, was dann aber auch hilft, sich von “nicht ganz befriedigenden Aufnahmen” zu trennen. Ich benutze eine ‘Performance’ Röhrenvariante mit Bezeichnung “Stradi S300B”